Vespa WERK – eine norddeutsch-italienische Symbiose auf dem Dreiseitenhof

Ländlich wohnen in einem Bauernhaus mit einem unverbaubaren Blick in die Natur – das ist die ideale Vorstellung von vielen, die es aufs Land zieht. Sandra und Stefan mussten danach nicht lange suchen. Denn bereits in der 6. Generation lebt die Familie von Stefan auf genau so einem traumhaften Hof – ein typischer, niedersächsischer Dreiseitenhof. Seine Ururgroßeltern  haben den Hof bereits 1872 erbaut. Jahr um Jahr wurde das Ackerland ringsum seither bewirtschaftet. Mit der letzten Generationen sind dann die Trecker und Eggen ausgezogen und ein altes Stallgebäude mit einer Garagenzeile aus den 70ern sind dem neuen Zuhause von Sandra, Stefan und ihren Kindern gewichen.

Stefan kennt das Leben auf dem Land. Er wohnt seit der Geburt mit den Eltern auf dem Hof seiner Großeltern in der Nähe von Braunschweig. Auch Sandra kennt das Dorfleben und weiß es zu schätzen. „Ich bin drei Dörfer entfernt aufgewachsen. Hört sich kitschig an, aber wir kennen uns nicht aus dem Dorfleben, sondern haben uns bei der Arbeit kennengelernt,“ betont sie. Als sie sich entschieden zusammenzuziehen, waren sich beide einig, dass sie das Mehrgenerationenwohnen auf dem Hof fortführen wollen. So wohnt heute Stefans Großmutter in dem alten Fachwerkhaus, das ursprüngliche Wohngebäude des Ensembles. Sein Vater hat sich auf der gegenüberliegenden Seite eine ehemalige Scheune aus rotem Backstein ausgebaut. Und in das neu errichtete Gebäude an der Stirnseite sind Sandra und Stefan mit ihren Kindern gezogen. „Um die Optik des Hofes nicht zu beeinträchtigen, haben wir den Neubau aus roten Backsteinen gebaut – genauso wie der alte Stall war. Der Dreiseitenhof behält so seinen ursprünglichen Charme,“ schwärmt der neue Hausherr. Beim Betreten des Hauses erinnert dann aber nichts mehr an das alte Vorleben. Die modernen Innenräume haben einen deutlich industrialen Charakter mit viel lichtdurchfluteten Elementen und meterhohen Räumen. Die Idee zu dem Haus hatte Stefan: „Wir wollten etwas Besonderes schaffen. Dank einer großzügigen Glasfront zum Garten hin öffnet sich der grandiose Blick auf den Brocken im Harz. Im Inneren haben wir komplett auf die Materialien Beton, Stahl und Eichenholz gesetzt. Hierfür haben wir tolle regionale Unternehmen und Handwerker beauftragt, um unseren Wohntraum zu realisieren.“ Das Interieur ist eine gelungene Mischung aus Unikaten und Erinnerungsstücken. Im Zentrum ist neben dem 3 Meter hohen Regal die Modulküche. „Wir haben lange nach dem gewissen Etwas gesucht. Stefan ist fündig geworden und wir sind sehr glücklich über diese besondere und schöne Küche.“ freut sich Sandra. Wenn die Familie am großzügigenTisch zusammenkommt blicken sie vom Essplatz aus auf ihre kleine Schafherde, die auf der angrenzenden Weide grast. Aufgrund der weitreichenden Natur bekommt die Familie fast täglich tierischen Besuch aus dem Wald von Enten, Eichhörnchen und manchmal sogar von einem Fuchs.

Sandra und Stefan sind begeisterte Vespa-Fahrer und haben ihrer Leidenschaft durch einen ganz besonderen Farbtupfer Ausdruck verliehen: eine orangerote original Vespa als Einrichtungshighlight.
Mit dem Architekten Jensen & Hultsch ist ein modernes Wohnhaus entstanden, was sich perfekt in das Ensemble des alten Dreiseitenhofs eingliedert.